Der Vorstoß war gewagt – und scheiterte. Dem Vorschlag des Krozinger Bürgerforums (KBF), die Ortsdurchfahrt testweise sperren zu lassen, erteilten die übrigen Fraktionen des Gemeinderates eine Absage. Nicht einmal einem entsprechenden Prüfungsauftrag an die Verwaltung wollten sie zustimmen. Obwohl insgesamt sachlich geführt, zeigte die Diskussion einmal mehr, dass mit dem Thema Fußgängerzone in Bad Krozingen ein neuralgischer Punkt berührt wird.
Dementsprechend hatte sich der Gewerbeverband Bad Krozingen bereits im Vorfeld der Gemeinderatssitzung am Montag unmissverständlich positioniert: Man bitte „dringend darum, den vorliegenden Antrag zur versuchsweisen Sperrung der Innenstadt abzulehnen“, hieß es in einem Schreiben des Gewerbeverbandes an alle Stadträte.
Worum genau ging es in dem Antrag? Das Krozinger Bürgerforum (KBF) hatte einen Vorschlag erarbeitet, wonach die alte B 3 zwischen Josef-Vomstein-Straße und Grabenstraße „für eine Testphase von zirka vier Monaten“ gesperrt werden sollte. Denn jenseits aller Gutachten und Simulationen am Computer, so die Argumentation des Bürgerforums, könne nur so die Auswirkung einer Sperrung der Ortsdurchfahrt auf die Verkehrsströme in der Stadt und nicht zuletzt auf Einzelhandel und Gastronomie realistisch untersucht werden. Anstoß für den Vorstoß des KBF war auch die Beobachtung vieler Bürger, dass die neue Umgehungsstraße immer noch zu wenig genutzt wird, und der Durchgangsverkehr, obwohl schon signifikant weniger, immer noch so stark ist, dass von einer beruhigten Innenstadt schwerlich gesprochen werden kann. …
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