Fahrradstraße und Bernhardus-Brücke
In der Hoffnung, dass die Fahrradfahrer mit einem neuen Vorfahrtsrecht rücksichtsvoll gegenüber
anderen Verkehrsteilnehmern umgehen, setzen wir vom KBF uns gerne für eine Fahrradstraße in Bad
Krozingen ein: für den gesunden und umweltverträglichen Radverkehr und für die Schüler des
Schulzentrums am Südring! Aber erstens befürchten viele im KBF, dass diese Hoffnung enttäuscht
wird, denn schon jetzt radeln viele Schüler regellos. Zweitens dämpfte der sogenannte Sachvortrag in
der Sitzung vom 12.11.18 unsere Begeisterung erheblich. Die sehr gundlegende Frage von „unserem“
Christian Rohn nach der Zahl von Rad- versus Autofahrern auf der fraglichen Strecke konnte nicht
beantwortet werden. Der Gedanke einer Farbgebung des Straßenbelags statt mehr als 60 neuer
Verkehrsschilder schien den Planern fremd. Die Details an wichtigen Kreuzungen (u.a. zum
Minikreisel an der Staufener Straße) sind noch völlig offen. Überlegungen hinsichtlich der Kosten
wurden gar nicht erst angestellt. Trotz großer prinzipieller Zustimmung schien ein gewisses ratloses
Unbehagen von Bürgermeister und Räten mit Händen greifbar. Wir im KBF sehen Probleme mit dem
Radverkehr eher in der nördlich anschließenden Kirchhofener Straße bis zur Einmündung des
Lindenrings. Hier kommen sich (parkende) Autos, Fußgänger und Radfahrer immer wieder ins
Gehege. Hier besteht Handlungsbedarf.
Nun lesen wir in der BZ vom 21.11.18 zu einem anderen Thema Beunruhigendes: Am 6.12.18 sollen
der Stadtverwaltung drei Entwürfe für eine neue Bernhardus-Brücke vorgelegt und in der Sitzung
vom 10.12.18 dem Gemeinderat vorgestellt werden. Noch in diesem Jahr soll entschieden werden.
Wir vom KBF wünschen uns, dass der Sachvortrag zu den Brücken-Varianten von höherer Qualität ist
als der Sachvortrag zur Fahrradstraße. Und wir wünschen uns genügend Zeit, die Varianten gründlich
zu diskutieren und die Entscheidung wohl zu bedenken. Damit Bürger nicht wieder, wie am 12.11.,
die Sitzung verlassen müssen mit den abgewandelten Worten Bertolt Brechts im Herzen: „Wir gehn
und sehn betroffen, den Vorhang zu und alle Fragen offen.“
Jutta Brückner
KBF-Pressewartin