Parken im öffentlichen Raum – damit erhebliches Gefahrenpotential an vielen Stellen!
Gibt es sinnvolle Lösungen für dieses Problem?
Angespannte Parkraumsituationen sind ein weit verbreitetes Problem – leider nicht nur in Großstädten. Auch bei uns in Bad Krozingen und in unseren Ortsteilen gibt es immer wieder Probleme mit zugeparkten Straßenverläufen, Parken an unübersichtlichen Stellen auch gegenüber von Ausfahrten. Unschön sehen auch ausgefahrene Grünstreifen aus. Für die Feuerwehr ist mit ihren großen Fahrzeugen oft kein Durchkommen. Aber auch die Landwirte haben mit ihren großen Fahrzeugen erhebliche Schwierigkeiten, diese Straßen zu passieren. Dabei wollen wir in den Teilorten doch dörflich bleiben.
Ein Grund, dass so viele Autos auf der Straße stehen ist zweifellos der sehr hohe individuelle Mobilitätsgrad der Einwohner. Nicht wenige Familien besitzen mehrere Autos, nicht selten kommt noch ein Wohnmobil, ein Anhänger oder ein Geschäftswagen dazu. In der Regel gibt es aber nur zwei Stellplätze je Wohneinheit.
Gemäß den Landesbauordnungen dürfen die Garagen bzw. Stellplätze nicht zweckentfremdet werden. Die Fläche darf nicht als „Ersatzkeller“ oder zusätzlicher Abstellraum o.ä. genutzt werden.
Das ist die Verordnung!
Parken oder Halten auf dem Gehweg ist grundsätzlich verboten da dies zur Gefährdung von Fußgängern und Kindern mit dem Fahrrad führt.
Ein weiteres Problem für die hohe Auslastung des öffentlichen Parkraums, das ist deutschlandweit so, die technische Entwicklung der Fahrzeuge: Autos, Lastwagen und landwirtschaftliche Gefährte werden immer breiter und größer, die Infrastruktur kann aber z.T. gar nicht mitwachsen. Einen Anspruch auf einen Parkplatz im öffentlichen Raum gibt es in Deutschland nicht. Ein solcher Anspruch lässt sich weder aus den Eigentumsrechten noch aus anderen Grundrechten ableiten.
Beispielhaft für viele Straßen und Gebiete im Kernort sowie den Ortsteilen stehen:
Der Lindenring:
Sollte es hier zu einem Feuerwehreinsatz kommen, dürfte es schwierig werden mit den großen Fahrzeugen in der Nacht durchzukommen.
Die Kirchhofenerstraße
Die Parkbuchten auf jeder Straßenseite sind zueinander eng eingezeichnet, dass entgegenkommende Fahrzeuge gar nicht gesehen werden können, dies gilt auch für die Schloßstraße.
Die Kemsstraße
macht vom Amselhof kommend einen Rechtsbogen, wenn der mit Fahrzeugen zugestellt ist, sieht man nicht, oder spät, den entgegenkommenden Verkehr. Eine Person mit Fahrrad bzw. noch mit einem Kinderanhänger und ein entgegenkommender PKW kommen aneinander nicht vorbei.
Auch wenn bisher keine Unfälle bekannt sind, muss erst ein Unfall geschehen?
Es gibt viele Bewohnerinnen und Bewohner, die die Parksituation aus unterschiedlichen Gründen missbilligen, dazu gehört auch, dass diese Straßenparker keinen Cent Gebühren entrichten müssen. Werden Gebäude/Wohnungen, Gastronomie gebaut, müssen eine bestimmte Anzahl Stellplätze nachgewiesen also finanziert werden. Warum dann also in BK keine Anliegergebühr oder Parkberechtigung wie in anderen Städten längst vorhanden?
Da das Bad Krozinger Bürgerforum für sie, die Bürgerinnen und Bürger im Gemeinderat tätig ist, wissen wir, dass auch der Gemeinderat und die Stadtverwaltung über dieses Thema diskutieren. Um es zu lösen bedarf es sicher einiger Anstrengungen und Einsichten.
Was wir aber selbst tun können:
- Auf dem eigenen Grundstück parken
- rücksichtsvoll parken, auch wenn es erlaubt wäre
- nicht auf dem Geh- / Radweg parken (Fußgänger/Kinder mit Fahrrad müssen gefährdet auf die Straße ausweichen!)
- nicht an unübersichtlichen Stellen parken
Für ihre Stellungnahmen und Anregungen zur Verbesserung dieses Themas sind wir dankbar. Es ist für uns im Gemeinderat immer hilfreich, wenn sie, die Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Anregungen offen darlegen. Für ihre Zuschriften finden sie unsere Postadresse oder E-Mail-Adresse auf unserer Webseite.
Ihr Bad Krozinger Bürgerforum (KBF)